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7.9.2010
Aktive Fiebertherapie

Aktive Fiebertherapie -

Biologische Krebstherapie: Das Immunsystem natürlich stärken

Fiebertherapie

Fiebertherapie - aktiv und passiv

In der Fiebertherapie gibt es zwei Formen:

  • aktive Fiebertherapie
  • passive Fiebertherapie

Aktive Fiebertherapie

Bei der sogenannten „aktiven Fiebertherapie“ wird der Körper durch Gabe von bestimmten Bakterienstämmen dazu angeregt, einen Antigen- Antikörper- Komplex einzugehen, wobei es dann zur Fiebererzeugung kommt.

Die Erzeugung dieses Fiebers, regt den Körper an, zum einen vermehrt Abwehrzellen zu bilden und zum anderen kommt es zu einer Demaskierung der Tumorzellen.

Tumorzellen sind in der Lage, sich durch bestimmte Tarnmechanismen für das menschliche Immunsystem unsichtbar zu machen und das Immunsystem durch die Streuung von Botenstoffen so zu manipulieren, dass sich kleine Blutgefäße an den maskierten Tumor anbinden und so eine Verbindung zum menschlichen Blutkreislauf hergestellt werden kann. Ist diese Anbindung gelungen, so ist es dem Tumor ein Leichtes weitere Geschwüre, so genannte Metastasen, zu bilden.

Passive Fiebertherapie

Bei der passiven Fiebertherapie wird mit Hilfe eines Gerätes, welche Infrarot A Strahlung erzeugt, die Körperkerntemperatur erhöht.

Je nach Tumorart, wird hier unterschieden zwischen der Ganzkörperhyperthermie, welche Sie in unserer Praxisklinik durchführen lassen können, und der lokalen Tiefenhyperthermie.

 

Anwendung

Aktive Fiebertherapie: Anwendung

Die „aktive“ Fiebertherapie kann bei allen Krebserkrankungen (außer akuter Leukämie) durchgeführt werden. Jedoch sollte vor jeder ganzheitlichen Krebstherapie ein sogenannter Immunstatus, welcher Auskunft über die derzeitige  Lage des Immunsystems gibt, erstellt werden.

Doch nicht nur bei Krebserkrankungen ist eine Fiebertherapie sinnvoll. Auch wenn Sie an rheumatischen Erkrankungen wie Rheuma, Fibromyalgie oder allgemeinen Rückenleiden, sowie chronisch verlaufende Entzündungen wie Morbus Crohn, Colitis ulcerosa oder allergischen Erkrankungen leiden ist die „aktive“ Fiebertherapie geeignet.

Die Fiebertherapie sollte bei folgenden Erkrankungen nicht durchgeführt werden:

  • bakterielle Infektionen
  • Herzkreislauf- Beschwerden
  • Herzinfarkten
  • Lungenembolien
  • eingeschränkter Nierentätigkeit
  • Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwür
  • Schwangerschaft

Nebenwirkungen

Nebenwirkungen der „aktiven“ Fiebertherapie

Nebenwirkungen bei der aktiven Fiebertherapie können sein:

  1. Kopf-, Rücken und/oder Gliederschmerzen
  2. Übelkeit und Erbrechen
  3. Schüttelfrost
  4. Durchfall
  5. Kreislaufbeschwerden durch einen erniedrigten Blutdruck

Geschichte

Fiebertherapie: Geschichte

Bereits viele Jahre v. Ch. hatten Ärzte erkannt, dass durch die Erzeugung von Fieber das körpereigene Immunsystem angeregt und gestärkt werden kann. Sie beobachteten, dass nach Fieberanfällen schwerwiegende, oft als unheilbar angesehene Krankheiten zum Verschwinden kamen. So wurde einst dem griechischen Arzt Parmenides (45 - 84 v. Chr.) sogar der Ausspruch zugeschrieben: "Gebt mir die Macht Fieber zu erzeugen und ich heile jede Krankheit".