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7.9.2010
Ganzkörperhypertermie

Hyperthermie - Tumoren durch Überwärmen behandeln

Mit Fieber die Krebstherapie unterstützen

Hyperthermie

Was ist Hyperthermie?

Hyperthermie heißt wörtlich übersetzt "Überwärmung des Körpers".
(Hyperthermie: Fieber tötet Tumorzellen ab)

Man unterscheidet in der Medizin zwischen der Ganzkörperhyperthermie und der lokalen Tiefenhyperthermie.

Bei der Ganzkörper-Hyperthermie wird mit Ausnahme des Kopfes der gesamte Körper überwärmt.

Wo liegt der Unterschied zwischen Ganzkörper-Hyperthermie und lokale Tiefen-Hyperthermie?

Bei der lokalen Tiefen-Hyperthermie wird mittels eines speziellen Bestrahlungskopfes nur der Tumorbereich erhitzt. Da es hier kaum zu einer Stimulierung des Immunsystmes kommt und man auch nicht die genaue  Temperatur im Tumorgewebe nachweisen kann, wird die lokale Tiefen-Hyperthermie in unserer Praxisklinik zur Zeit noch nicht durchgeführt.

Anwendungsgebiete

Wann wird die Ganzkörper-Hyperthermie eingesetzt?

Die Wahl zwischen „aktiver“ und/oder „passiver“ Fiebertherapie macht der behandelnde Arzt von dem Stand des Immunsystems und dem allgemeinen Befindens des Patienten abhängig.  

Grundsätzlich kann auch die Ganzkörperhyperthermie bei allen Krebserkrankungen (außer akuter Leukämie) eingesetzt werden. Aber auch bei anderen Erkrankungen wie  

  • Rheumatismus
  • Fibromyalgie (Weichteilrheumatismus)
  • Arthrosen jeder Art
  • chronische Atemwegserkrankungen
  • allergische Erkrankungen
  • Tinnitus
  • Stresszustände

wird die Ganzkörper-Hyperthermie durchgeführt.

Wie wird die Ganzkörper-Hyperthermie durchgeführt?

Bei der Ganzkörper-Hyperthermie wird mit Ausnahme des Kopfes der gesamte Körper überwärmt. Der Patient liegt gemütlich auf einer, nach seinen Wünschen verstellbaren Liege. Die eigentliche Therapiezeit beträgt 1 ½ Stunden und wird von den meisten Patient als sehr angenehm empfunden. In dieser Zeit wird die Körperkerntemperatur auf  38,5° bis 40,0°C erhöht. Dies geschieht natürlich unter ständiger Beobachtung und Überwachung. Nach der Therapiezeit bleibt der Patient noch einige Stunden unter Kontrolle.

Wann darf die Ganzkörper-Hyperthermie nicht angewendet werden?

Die Ganzkörper-Hyperthermie sollte bei frischen Narben oder offenen Wunden nicht angewendet werden. Auch bei Patienten mit Herzkreislauf Beschwerden oder bakteriellen Infektionen sollte die Therapie nicht durchgeführt werden.

Wirkung

Was passiert bei der Ganzkörper-Hyperthermie?

Bei der Ganzkörper-Hyperthermie wird mit Hilfe eines Gerätes, welche Infrarot A Strahlung erzeugt, die Körperkerntemperatur erhöht.  

Die Erzeugung dieses Fiebers, regt den Körper an, zum einen vermehrt Abwehrzellen zu bilden und zum anderen kommt es zu einer Demaskierung der Tumorzellen.  

Tumorzellen sind in der Lage, sich durch bestimmte Tarnmechanismen für das menschliche Immunsystem unsichtbar zu machen und das Immunsystem durch die Streuung von Botenstoffen so zu manipulieren, dass sich kleine Blutgefäße an den maskierten Tumor anbinden und so eine Verbindung zum menschlichen Blutkreislauf hergestellt werden kann. Ist diese Anbindung gelungen, so ist es dem Tumor ein Leichtes weitere Geschwüre, so genannte Metastasen, zu bilden.

Nebenwirkungen

Nebenwirkungen der Ganzkörper-Hyperthermie

Nebenwirkungen bei der Ganzkörper-Hyperthermie können sein: 

  • Übelkeit und Erbrechen
  • Kopfschmerzen
  • alle bekannte Symptome eines grippalen Infektes

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